Persönlicher Status und Werkzeuge

Die Alte Druckerei

Bis einschließlich SS 2006 haben wir nicht im Digital-Druckverfahren sondern im Offset-Druckverfahren gedruckt. Aus dieser Zeit existieren noch Druckereibeschreibungen, die wir euch aus Nostalgiegründen nicht vorenthalten wollen.


Druckmaschine

Die Einarbeitung in die Druckmaschine ist wesentlich anspruchsvoller als die Einarbeitung in z.B. die Schneide, Lege- oder Klebemaschine.

Auf dem hochauflösenden Bild unten ist die Maschine mit ein paar geöffneten Abdeckungen zu sehen. Die Faszination der  Maschine bekommt man so richtig zu spüren wenn man sie mal im Einsatz gesehen hat.

Da die Maschine zu 90% aus mechanischen Bauteilen besteht muß man auf jeden Fall mindestens eine Woche mitdrucken bis man ungefähr ein Gefühl für die Maschine bekommt. Für Interessierte es handelt sich um eine Hamada 2002, die von AB Dick vertrieben wurde.

Legestraße

Zunächst werde ich jetzt den Ablauf im Druckraum etwas näher erläutern.Die gedruckten A3-Seiten werden von den Legern weiter zu Skripten verarbeitet. Es wird unterschieden zwischen Heftfalz- und Klebeaufträgen. Der Unterschied besteht darin, das die Heftfalzaufträge direkt in die Legemaschine einsortiert werden und die Klebeaufträge vorher mit der Schneidemaschine auf Din A4 geschnitten werden.

Auf dem nächsten Bild ist die Legemaschine mit den drei Türmen abgebildet. Patrick ist auch zusehen mit den Stapeln geschnittener DIN A4 Seiten, die er als nächstes einsortiert. Die Türme haben einmal 12 und zweimal 16 Fächer, d.h. es können insgesamt 44 Blatt bzw. doppelseitig 88 Seiten mit einem Durchgang gelegt werden. Die Einweisung in die Legemaschine dauert ca. eine halbe Stunde.Allerdings gibt es einige Tricks und Kniffe die man erst beim arbeiten mit der Maschine lernt. Da man mit dem Werkstoff Papier arbeitet, lernt man sehr schnell, dass dieser Werkstoff es in sich haben kann. ;). Kleine Eselsohren, nicht perfekt aufgefächerte Stappel sorgen für recht viele Probleme beim Legen.

Hat ein Skript mehr als 88 Seiten, muß das Skript in mehreren Teilen gelegt werden, die anschließend wieder zusammengetragen werden. Im nächsten Bild sind die gelegten Stappel abgebildt.

Das Heftfalzen ist mit dem Legen in einem Schritt erledigt, d.h. die Skripten werden gelegt und getackert und sind fertig. Nur die Skripte zur Klebung müssen noch weiter verarbeitet werden. Auf dem nächsten Bild ist der Rüttler auf dem Tisch zusehen (roter Pfeil). Gehöhrschutz ist beim "Rütteln" angebracht ;).

Sind die Skripten gerüttelt, werden sie an der Klebemaschine geklebt. Kleben scheint auf den ersten Blick super leicht zu sein: Skript rein, Streifen rein und Knopf drücken, den Rest macht die Maschine. Allerdings sollten nach der Klebung auch alle Seiten am Klebestreifen sein und nicht 2mm darüber noch vereinzelt rausstehen.Deshalb gilt auch hier sorgfältig zu arbeiten und die Skripten gut aufzufächern.

Zu guter letzt werden die Skripten noch nachgeschnitten mit der Schneidemaschine und in Kartons einsortiert. Hier noch ein Bild nachdem alles fertig ist :).

Kontakt

druck@fs.ei.tum.de