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  • Alumni-Interview: Max Ronecker

    Interviewer: Tobias Krug

     

    1. Wer bist Du?

    Ich heiße Max Ronecker, bin 29 Jahre alt und wohne aktuell in München.

    Momentan arbeite ich an meiner Promotion.

     

    2. Wann hast Du studiert? Was hast Du studiert?

    Mein Bachelorstudium habe ich von 2012 bis 2015 an der DHBW in Stuttgart absolviert. Hier habe ich in Kooperation mit der Firma Thales studiert. Mein Studiengang war Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Elektronik.

     

    Nach einem kurzen Ausflug in die Festanstellung habe ich dann von 2016 bis 2019 ein Doppelmasterstudium MSEI an der TUM und Control Theory an der Tongji Universität in Shanghai abgeschlossen. Speziell die Erfahrung in China möchte ich auf keinen Fall missen. Zwar war das als erster TUM Austauschstudent teilweise organisatorisch eine Herausforderung (vorsichtig ausgedrückt) und vielleicht nur auf das Akademische bezogen wäre ein „einfaches“ TUM Studium vermutlich besser. Allerdings sind die ganzen Herausforderungen, neu kennengelernte Leute und Erfahrungen in China, wie z.B. Masterarbeit bei BMW, selbst zu lehren, Shanghai WG-Leben, Festanstellung, Corona-Pandemie und vieles mehr, Dinge die mich noch lange prägen werden, tiefe Einblicke in China gegeben haben und etwas sind, das ich nicht missen möchte.

     

    3. Was war Deine Lieblingsvorlesung im Studium?

    Auf eine Vorlesung kann ich mich nicht festlegen, aber ich hatte insgesamt 4, welche ich top fand:

    - Environmental Sensing and Modeling + Seminar Environmental Sensing bei Prof. Jia Chen (https://www.professoren.tum.de/chen-jia/): Jia ist super bemüht um ihre Studenten und das Seminar hat immer eine ausgezeichnete Auswahl an Keksen

    - Multi-sensory Based Robot Dynamic Manipulation bei Dr. Emmanuel Carlos Dean Leon (https://www.ei.tum.de/ics/people/dean/). Dean, Quentin und Roge machen da einfach eine super hands-on Robotikvorlesung.

    - Vortrag von Wolfgang Röhr (F#$%@ng Legend!) im Rahmen einer “Ringvorlesung China” an der Tongji Universität (https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_R%C3%B6hr): Eine geballte Ladung China-Wissen und um Wolfgang Röhr zuzuhören würde ich Geld bezahlen.

     

    4. Lustigstes Erlebnis im Studium damals?

    Vielleicht nicht die perfekte Antwort, aber (die) MaiTUM war echt überragend. Das Bier schmeckt einfach anders wenn es direkt in der Maß nach der Vorlesung kommt.

     

    5. Was fandest Du am wichtigsten im Studium? Was war nicht so wichtig? Was hast du aus dem Studium mitgenommen?

    Den größten Wert des Studiums sehe ich in der Freiheit, sich selbst auszuprobieren. Man hat die Chance, sich selbst in anderen Ländern zu versuchen und dabei neue Kulturen kennenzulernen. Gleichsam hat man durch außeruniversitäre Aktivitäten die Gelegenheit für Einblicke in Unternehmen und deren unterschiedliche Herangehensweisen.

     

    Aus meiner Sicht sind Noten daher auch kein Selbstzweck. Eine schlechtere Note ist hin und wieder auch durchaus vertretbar, wenn die Inhalte oder Lernerfahrung der Vorlesung relevant sind.

     

    Eine wesentliche Errungenschaft meines Studiums ist somit die Selbstverwirklichung, welche speziell durch meinen Doppelmaster ermöglicht wurde.

     

    6. Würdest Du heute was anderes studieren und warum?

    Ich bin sehr zufrieden mit meinem bisherigen Werdegang, von daher nein.

     

    7. Was machst Du aktuell?

    Momentan arbeite ich an meiner Promotion an der TU Graz. Inhaltlich bewegt sich das im Bereich Machine Learning mit der Zielanwendung des automatisierten Fahrens. Meine derzeitige Kooperation mit dem Startup Incenda AI endet demnächst, sodass ich ab 2022 stärker an der Uni aktiv sein werde und hierbei mit Huawei zusammenarbeite. In dem Startup beschäftigte ich mich bis dahin mit dem Thema der Datenqualität. Speziell bei Datenbanken für Supervised Learning

    Anwendungen ist das eine sehr relevante Kenngröße.

     

    Darüber hinaus arbeite ich beim TU Graz Team für den Roborace (https://www.roborace.com/) Wettbewerb mit. Hier kümmere ich mich um die Bereiche Prediction und Tracking sowie Datenanalyse

     

    8. Wie sieht Dein Arbeitsablauf aus? Lässt sich das gut mit deinem Privatleben verbinden?

    Auch bei mir hat die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass ein Großteil meines Arbeitsalltags virtuell ist. Mir persönlich fehlt hier insbesondere der persönliche Kontakt. So funktionieren bestimmte Meetings in Person besser und man kann in der Kaffeeküche sich einfach mal unkompliziert austauschen.

     

    Allerdings erlaubt mir die Remote-Arbeit auch eine gewisse Flexibilität beim Arbeitsplatz und auch mal unkompliziert später anzufangen oder für einen Termin zwei Stunden wegzusein. Insgesamt würde ich sagen das ich durch das virtuelle Arbeiten Privatleben und Arbeit besser verbinden kann.

     

    9. Welchen Tipp würdest Du aktuellen Studenten geben?

    Aus meiner Erfahrung heraus würde ich Studenten raten:

    1) Chancen zu nutzen sich zu entwickeln,

    2) jede Gelegenheit zur Horizonterweiterung zu nutzen und

    3) nicht zu risikoscheu zu sein. Nehmt Herausforderungen an und wachst daran.